07.12.2006 Keimzeit im Schwimmbad Musik Club Heidelberg

Nach gerade mal 2 Stunden Schlaf und einen stressigen Arbeitstag, rappelte ich mich noch einmal auf um auch das zweite in der nähe stattfindende Keimzeit Konzert mit zu nehmen.

Da ich im Sinkkasten schon angekündigt hatte, wahrscheinlich auch in Heidelberg dabei zu sein, fasste ich gegen Mittag den Entschluss es auch umzusetzen.

Vorher musste ich noch die Weihnachtsfeier in der Firma überstehen, welche mich dann auch wieder auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt verschlug, dem Ausgangspunkt des Vortages. Wieder Glühwein! Das stehe ich nicht durch…also sagte ich mir, max. einen Becher zum aufwärmen, da es nicht gerade warm war. Gegen 16:15 verließ ich dann auch fix die gemütliche Runde nach einer Feuerzangenbowle. Wollte mich ja noch schnell zurecht machen und mir etwas wärmeres anziehen und den 17:30 Zug nach Heidelberg nehmen.

Rechtzeitig am Bahnhof angekommen und noch schnell eine Karte gelösst, war im Zug erst einmal eine Stunde Entspannung angesagt, den der Tag sollte wieder sehr lang werden.

In Heidelberg stellte sich mir erst einmal die Frage, wie komme ich dort hin! Vor lauter Dusel, vergaß ich glatt mir den Straßennamen und die örtliche Verbindung herauszusuchen und aufzuschreiben. Da ich vor knapp ein Jahr schon einmal in Heidelberg war, hatte ich noch wage in Erinnerung, dass es in der nähe der dortigen Jungendherberge ist. Aber in welcher Straße war diese den nun wieder! Auf den ausgehängten Stadtplan war sie auch nicht aufzufinden. Mhmm was mache ich den nun! Stimmt ich könnte ja Dirk Tscherner anrufen, er sollte es ja wissen! Gesagt getan und schon war ich einen Schritt weiter.

Die Straße am Tiergarten war dann recht schnell auf den Plan gefunden und welche Buslinie dort hin verkehrt auch.

An der Bushaltestelle stellte, sich das nächste Problem, der Fahrkartenautomat unübersichtlich bis zu geht nicht mehr, bei den Abfahrtplänen das selbe Spiel und dann stimmt ausser der richtig angegeben Buslinie die Fahrzielbeschilderung des Busses nicht. Für auswärtige ohne Ortskenntnisse eine Zumutung, da man selbst den Busfahrer nicht fragen konnte, da dieser stur die vordere Tür nicht öffnete und ich erst durch den ganzen Bus stapfen musste um ihn zu fragen können. Kein wunder das so oft von Service wüste Deutschland gesprochen wird, so etwas hab ich auch noch nirgendwo erlebt! Den richtigen Bus gefunden, konnte es dann auch so langsam zum Schwimmbad gehen, den ich war ja schon halb 8 vor Ort mit Dirk verabredet.

Im Musik Club angekommen war ich erst einmal irritiert wie klein doch der Saal ist und dann noch mit einer Wand in zwei Hälften getrennt. Wenn der Laden richtig voll ist, sieht ja gut ein viertel nichts mehr vom Konzert. Zu meinen bedauern erfuhr ich auch gleich das Kira heute nicht als Support dabei ist und auch keine Vorgruppe spiele.

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Ruhig und gelassen baute ich wie am Vorabend in Sinkkasten, hier meinen Merchandising-Stand auf. Da es in Frankfurt doch recht viel Spaß gemacht hat, dahinter zu stehen, hattee ich mich auch bereit erklärt dies hier zu übernehmen. Durch den Soundcheck den sie während meines Standaufbau’s durchführten, hat es sich angefühlt wie ein Privat-Konzert in einen Wohnzimmer. Der Saal war auch nicht viel Größer als eines (Schätzungsweise 100qm). Durch die Trennwand drin, wirkte er winzig.

Das fehlen einer Vorgruppe, rief natürlich alte tungenden von Norbert & Co. wieder hervor! Das Konzert began am späten Abend, gegen 21:45Uhr was aber an der Stimmung der hiesigen Fans keinen Abbruch nahm. Im Gegensatz zu Frankfurt standen sie eng gedrängt bis direkt an die Bühne und der Saal wahr sehr gut gefüllt.

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Die Keimies spielten ihre altbewährten und neuen Lieder bis plötzlich das Elektromagnetischen Feld zuschlug und Norberts Gitarre verstimmte. Während des kurzen Soundchecks, kam er wieder ins Reden und brummelte in seinen nicht vorhandenen Bart, worauf dann später eine Geschichte über Chinesische Bärte entstand. Die Lacher waren ihn wieder einmal sicher und es ging ohne soundtechnische Zwischenfälle weiter.

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Lied für Lied verklang und auf einmal wurde es laut, zu laut für Norbert! Er konnte durch die laute Mitgesänge bei Kling Klang auf einmal sein Eigenes Wort nicht verstehen, brach kurz ab und ermahnte ein paar richtig lautstarke Mädels. Gehts nicht ein klein wenig leiser? Widerwillig lenkten sie ein und sangen minimal leiser aber immer noch recht laut weiter mit und so langsam ging es auch schon Richtung den Ende zu.

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Plötzlich sprach mich ein Mitarbeiter vom Musik Club an, ob wir den keine Plakate dabei haben. Ganz verdutzt sagte ich nein und bekam auf einmal ein ganzes Bündel in die Hand gepresst. Als die hier anwesenden es mitbekamen das es nun auch noch Tour-Plakate gibt, war der Andrang auf einmal groß und sie wollten das Objekt ihrer Begierde haben.
Nur das Interesse an der Limitierten Schallplatte war von Anfang an etwas größer, hier schienen noch einige einen Plattenspieler zu haben.

Mit Tiquilla ging dann nach 2,5 Stunden auch dieses Konzert den Ende zu und der Andrang an meinen Ständchen begann um dort die begährten Scheiben zu kaufen.
Als Norbert neben meinen Stand auftauchte nutzten einige Käufer sofort die Gunst der Stunde um sie Signieren zu lassen. Nebenbei kam es auch zu kuriosen Geschäften beim Kauf des Mensch Meier Album’s! Ich Habe nur nun 12€Euro und 5 Dollar dabei und hätte gerne die CD, ist das möglich? Dirk Tscherner und ich sahen uns schmunzelnd an und konnten dann nur noch ja sagen. Später konnte Dirk ganz stolz den Bandmitglieder berichten, dass er die ersten 5 Dollar eingenommen hat.

Kurz nach 1 Uhr ging dann auch für die Band und mich der Abend im Musik Club zu Ende und wir machten uns auf den Weg ins Hotel bzw. ich zum Bahnhof und von dort zurück nach Frankfurt a.M.

Bericht und Fotos: Jörn Brumm

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