Pop – Splits TV-Release-Party

Ein ganz normaler Nachmittag, ich checkte wie gewöhnlich meinen elektronischen Postkasten, als ich voller Erstaunen eine Mail mit dem Titel „Einladung“ entdeckte.
Ich öffnete Diese erwartungsvoll und durfte feststellen, dass ich doch tatsächlich zur
Release-Party für das neue TV-Format „Pop-Splits“ (Vielen sicher schon aus dem Radio bekannt) geladen war.
17.10.06 – zwar mitten in der Woche, aber glücklicher Weise passte dieser Termin noch in meinen Zeitplan. Also erstmal riesig gefreut und dann die Einladung angenommen.

Wo war doch gleich die Veranstaltung? … Kalkscheune? Da war ich noch nie. Das müsste wohl in der Kulturbrauerei sein, wenn ich nicht irre. Zumindest war dies auch Cynthias Meinung, welche mich an diesem Abend begleiten sollte. Man könne ja noch mal im Internet nachsehen… Tja Pustekuchen! Technischer Defekt, ich komm einfach nicht rein. Also machten wir uns auf gut Glück auf den Weg. Zeit hatten wir ja noch genug.

An der Kulturbrauerei angekommen, das große Staunen. Hier gibt’s zwar ein Kesselhaus und ein Maschinenhaus etc. jedoch ne „Kalkscheune“ war nirgends zu finden. Nun war Guter Rat teuer. Wir, als „ortsunkundige Einheimische“ ohne Stadtplan, standen dumm da…
Was tut man nicht alles in verzweifelten Situationen. Mein Blick fiel aufs Handy. Vielleicht sollte man jemanden anrufen, der sich auskennt in der Stadt… – oder Internet hat.

Kurz mal in die südlicheren Gefilde unseres Landes telefoniert:
„Hallo René! Kannst Du bitte mal auf die Seite der „Kalkscheune“ gehen und uns ne Wegbeschreibung liefern? … Aaah ja! „Johannisstraße“, Nähe S-Bhf. Oranienburger Tor…
Danke René! Wir müssen uns jetzt sputen, es bleibt bis zum Beginn um 20:00 Uhr nicht mehr viel Zeit. Tschüssi! Melde mich später…“

Also zurück zur S-Bahn, bis Friedrichstraße, dann umsteigen und zum Oranienburger-Tor gefahren. Soweit, so gut… Nur wo ist hier nun die Johannisstraße? Ne nette junge Kellnerin eines Straßencafés gefragt, die uns auch weiterschickte. Nur leider in die falsche Richtung. Es war zum Verzweifeln: schon knapp nach 20:00 Uhr und wir waren immer noch nicht am Ziel. Also noch eine Passantin gefragt, welche uns dann den richtigen Weg wies.

Völlig verschwitzt und mit brennenden Füßen, geschuldet dem schnellen Schritt in nicht wirklich dauerlauftauglichem Schuhwerk, kamen wir nun endlich am Ziel unserer Wünsche, der Kalkscheune, an.
„Der Eingang ist um die Ecke“ wurde uns zur Begrüßung mitgeteilt. Wir beeilten uns, dort hin zu gelangen, waren wir ja schließlich schon eine gute viertel Stunde zu spät dran und wollten nicht zu viel verpassen.

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„Wir stehen auf der Gästeliste“ tönte ich siegessicher. Nun wurden Papier gewälzt, Fragen gestellt und endlich, nach einigem Hin und Her, erhielten wir unseren kleinen Papierschnipsel, den wir einige Schritte weiter in einen Stempelaufdruck mit der sinnigen Aufschrift „Karte“ eintauschten.
Wir waren drin! Und welch ein Glück, die Veranstaltung hatte noch nicht begonnen! Dies tat sie auch eine gute halbe Stunde später noch nicht, was uns Zeit gab, noch etwas Trinkbares gegen „Bares“ einzutauschen und an René telefonisch Rapport über den augenblicklichen Stand der Dinge zu geben.

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Dann zog es uns vor die Bühne, wo in wenigen Augenblicken „Keimzeit“ ihr Spiel beginnen sollten. In der Zwischenzeit hallten noch Discoklänge durch die Räumlichkeit, welche auch noch geraume Zeit nachdem die Musiker die Bühne betreten hatten nicht abebbten. So warteten wir und unsere „Jungs“ geduldig auf den Beginn des Programms. Auffällig war die etwas übertriebene Absperrung vor der relativ kleinen Bühne. Es war wiedermal „Hochsicherheit“ angesagt. Der Anblick ließ mich, hinsichtlich der Erinnerung an viele andere Konzerte, ein wenig schmunzeln.

Als wir so da standen und auf das Kommende warteten, wurde ich von einer jungen Dame freundlich von der Seite angesprochen: „Naaa, da werden wir morgen wohl wieder einen Bericht im Netz lesen können… (grins)“ – „Nee, morgen leider noch nicht, muss arbeiten und mein Internetzugang funktioniert im Moment auch leider nicht…“ meine bedauernde Antwort darauf. Schön, dass man erkannt wird… :-)
Dann war es soweit. Keimzeit begann zu spielen und Norbert ließ seinen Charme mit breitem Grinsen spielen.

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Der Funke sprang sogleich über und die Menge vor der Absperrung begann zu tanzen und mitzusingen. Irgendwann kam dann das, was kommen musste: „Nathalie“…

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Diesmal schien dieses Lied komplett in Jux und Dallerei zu versinken. Selbst der DJ, zwar auch namens „Peter“ aber diesmal von anderer Natur, wurde nach ner deutschen Coverversion des Liedes gefragt, da Norbert der Text scheinbar gänzlich entglitten zu sein schien. Dies war schlussendlich aber dann doch nicht von Nöten, denn mit tatkräftiger Hilfe des Publikums wurde das Lied dann doch noch erfolgreich „nach Hause“ gebracht.

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Nach gut einer Stunde Spaß pur war dann die „keimzeitige“ Vorstellung vorbei und die Bühne wurde für die Berliner Band „Mariannenplatz“ freigegeben. Mit solidem Deutschrock und schönen Texten, welche bei der hervorstechenden Lautstärke der Musik für Unkundige, wie mich, etwas schwer verständlich waren, unterhielt die Band die, sich nach meinem Gefühl schon etwas gelichteten Reihen des Publikums ebenfalls gut eine Stunde, bis sie von Konservenklängen der Diskothek wieder abgelöst wurden.

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Vom eigentlichen Anlass dieses Events zeugten nur einige aufgestellte Monitore, auf denen das Demo einer der Sendungen in Endlosschleife lief, sowie eine kurze Ankündigung zwischen den beiden Konzerten durch den DJ.

Wir blieben noch einige Zeit, um der Discomusik zu lauschen, bis ich mit gemischten Gefühlen feststellen musste, dass es inzwischen weit nach 1:00 Uhr war und ich mein Tagewerk gegen 6:00 Uhr wieder würde beginnen müssen. Es sollte eine sehr kurze Nacht und danach ein anstrengender Tag werden. Ca. drei Stunden Schlaf in einer Nacht sind definitiv etwas zu wenig…
Resümierend war es für mich und meine Begleitung ein amüsanter Abend, für den ich mich bei Christin Wuerbs vom RBB recht herzlich bedanken möchte.

Und für alle, die etwas mehr über die neue Fernsehsendung erfahren möchten: http://www.rbb-online.de/_/fernsehen/beitrag_jsp/key=4855393.html

Es werden zunächst im RBB acht Sendungen ausgestrahlt, welche immer sonntags um 22:45 Uhr beginnen und für 15min einen Hit und die zugehörigen Musiker beleuchten.
Der Ausstrahlungstermin für unsere Band „Keimzeit“ mit ihrem Hit „Kling Klang“ wird der 17.12.06 um 22:45 Uhr sein.

Also Leute, immer schön RBB und vor allem Pop-Splits gucken!!! ;-)

Bericht und Fotos: Birgit Buchheim

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